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Rosen in der Kunst (25.04. - 31.10.2002)
„Möchten Sie nicht in meinen Garten kommen? Ich würde
Sie gerne meinen Rosen vorstellen“ lädt Gräfin Andrea Herberstein frei nach dem
irischen Dichter Richard Shedrian nicht nur in die historischen Gärten von
Herberstein ein, sondern auch zu einer faszinierenden Ausstellung.
Zeitgenössische Künstler stellen die Rose als „Königin der Blumen“ (Sappho)
in den Mittelpunkt ihres Schaffens und zeigen in dieser Sonderausstellung der
Reihe ART Herberstein kunstvolle und phantasiereiche Blütenträume.
Naturalistische Blumenstilleben in beeindruckender Dreidimensionalität von
Antiono Girbes, ein und dieselbe Rose in verschiedenen Größen und Farbnuancen –
von Champagnerweiß bis Schwarzviolett – von Reinfried Wagner, Plastikrosen als
Sinnbilder des Garten Eden und als Grenze zwischen Schönheit und Kitsch von
Cornelius Kolig sowie einige weitere Künstler, die sich alle mit der reichen
Symbolik der Rose auseinandersetzen.
Bilder, Plastiken, Photographien, Skulpturen, Objekte und Videoinstallationen
versinnbildlichen die vielen Facetten dieser botanischen Schönheit und
verdeutlichen dennoch ... „eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...“ (Gertrude
Stein)
Die Künstler
Kolig Cornelius „Lang vor den tierischen Lebewesen haben
Pflanzen alle nur denkbaren Formen und Varianten der Liebe entwickelt. Sie
imitieren in Farbe und Gestalt den gegengeschlechtlichen Partner von Insekten um
kreuzbefruchtet zu werden, sie locken mit betörenden Düften und wohlschmeckenden
Säften Besucher in ihr Inneres, betäuben sie, sperren sie tagelang ein und
entlassen sie wieder nach dem Liebesdienst halbtot, manche fressen sie sogar.
Pflanzen sind nicht zuletzt wehrhaft, sie beißen, kratzen, stechen, lösen
Allergien aus, können tödlich sein.“, lautet Koligs künstlerische Äußerung zur
Frage, warum er die Rose als Motiv wählt.
1942 in Vorderberg geboren, lebt und arbeitet er in Vorderberg und Villach.
Seit Abschluß der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Dobrowska,
Weiler und Boekl zeigt Cornelius Kolig seine Arbeiten in zahlreichen
Ausstellungen im In- und Ausland.
Benétik Rudi Geboren 1960 in Südkärnten, absolvierte er
die Akademie für bildende Künste in Ljubljana, nahm 1982 (Radierklasse bei Prof.
Rudolf Hradil) und 1983 (Atelier für Plastik bei Markus Lüpertz) sowie 1984
(Kunst & Bühne – Technik & Spiel) an der Internationalen Sommerakademie
Salzburg teil. Zur Zeit lebt und arbeitet er in Jaunstein/Podjuna in Südkärnten.
Girbes Antonio Einem minutiösen Ritual folgend,
fotografiert Girbes seine floralen Kompositionen auf mit dunklen Farben bemaltem
Hintergrund, nachdem er sie behutsam vor diesem drapiert. Den einzelnen Blüten
wird durch eine spezielle Form der Beleuchtung ein geheimnisvoller und
spiritueller Charakter verliehen. Wie Stilleben muten die Blumenarrangements an,
die einerseits durch ihre Transparenz, andererseits durch ihre Dichte und
Monumentalität beeindrucken. Durch eine besondere Technik der
„velvet-Cibachrome“ gelingt Girbes die Dreidimensionalität in seinen Bildern zu
erreichen.
Er wurde 1952 in Valencia (Spanien) geboren, besuchte die „American School of
Photography“ in Paris und reiste danach als Fotoreporter um die Welt. Heute lebt
und arbeitet er in Valencia und Wien.
Kampl Gudrun Die 1964 in Klagenfurt geborene Künstlerin,
absolvierte ihr Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (Prof.
Lassnig) und erhielt zahlreiche Stipendien in New York, Paris, Brasilien und
Indien. 1998 erhielt sie in Österreich das Staatsstipendium für bildende Künste.
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland sowie zahlreiche
Preise. Putz-Plecko Barbara Sie wurde 1956 in
Klagenfurt geboren und studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien, der
Hochschule für angewandte Kunst Wien und der Akademie der Bildenden Künste
München. Nach Arbeits- und Studienaufenthalten in Kanada und Paris hat sie seit
1997 eine Gastprofessur an der Universität für angewandte Kunst Wien und leitet
die Meisterklasse für textile Gestaltungslehre. Zahlreiche Ausstellungen,
künstlerische Projekte sowie Preise und Auszeichnungen. Gründung der Cooperation
Austria.
„Wir werden konfrontiert mit eigenartigen Verbindungen von Blumen und
Körperteilen.“
Rubino Silvano 1953 in Venedig geboren, arbeitet und lebt
er heute in Brasilien. Er zeigte seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und
Gruppenausstellungen in Italien, Brasilien, Belgien, Frankreich und Spanien.
Wagner Reinfried Wagner ist einer jener Künstler, die aus
Freude an der Arbeit malen. Für ihn gilt es, die Malerei als sinnliche und
spielerische Bereicherung zu erfahren. Ästhetik und Erotik sind auch in seinem
letzten Bilderzyklus, in welchem er sich ausschließlich der Rose widmet,
sichtbar und spürbar. Nach dem seriellen Prinzip malt Wagner ein und dieselbe
Rose in verschiedenen Farbabstufungen und Größen, alle in Nahaufnahme, alle in
Acryl auf Leinwand und zart schimmernd in Farben von champagnerweiß bis
schwarzviolett.
Auf die Frage, warum er sich der Rose widmet, antwortet er mit einem Zitat,
welches auf den Glaubensgrundsätzen des Buddhismus basiert: „Als Buddha einmal
gefragt wurde, was denn der Sinn des Lebens sei, hielt er eine Rose empor und
schwieg.“
Wagner Reinfried wurde 1943 in Klagenfurt geboren und studierte in Paris an
der Akademie des Beaux Arts. Einzelausstellungen in Frankreich, Belgien und
Österreich sowie die Teilnahme an verschiedenen Kunstmessen und Biennalen. Heute
lebt und arbeitet er in Klagenfurt.
Bockelmann Manfred 1943 in Klagenfurt geboren,
absolvierte der Künstler sein Studium in Fresco, Fotographie und Grafik an der
Höheren Technischen Bundeslehranstalt in Graz. Zahlreiche Ausstellungen und
Messeteilnahmen führten ihn nach Australien, Amerika, Deutschland etc. Heute
lebt er als Maler und Photograph in München.
Hofmeister Werner „Die allerschönsten Veilchen blühen im
verborgenen, weil sie dort besonders schön duften“ antwortet Werner Hofmeister
mit den Worten Kurt Schwitters` auf die Frage nach seinem Bezug zum Thema „Rosen
in der Kunst“. Er wurde 1951 in St. Paul geboren, studierte Graphik und Design
in Darmstadt sowie Serigraphie in Trier.
Die Galerie
Galerie Judith Walker - Schloss Ebenau www.galerie-walker.at
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