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SIEGMUND FREIHERR VON HERBERSTEIN

1486 - 1566

Seinen berühmtesten Sohn fand das Geschlecht der Herbersteiner in dem 1486 geborenen Siegmund von Herberstein, einem Diplomaten, der im Dienst von Kaisern und Königen Europa durchquerte, und mehrmals Russland bereiste.
Mit seiner in die wichtigsten europäischen Sprachen übersetzten 'Moscovia' - den 'Kommentaren zur russischen Geschichte' - erschloß er als erster das Zarenreich der wissenschaftlichen Erforschung und machte damit den Namen Herberstein in Europa zu einem Begriff.

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JOHANN MAXIMILIAN I. VON HERBERSTEIN

1601 - 1680

In seiner Regierungszeit konnte der großzügige neuzeitliche Ausbau von Schloss Herberstein im Jahre 1667 abgeschlossen werden. Ihm ist die Stiftung des Augustinerklosters St. Johann bei Herberstein im Jahre 1652 zu verdanken, und er legte den Grundstein für das spätere Augustinerkloster am Münzgraben in Graz. Seine humanistische Weltanschauung basiert auf einer soliden Bildung und dem ausgeprägten Katholizismus der Gegenreformation.

Unter ihm wurde die gesamte Familie in allen Linien im Jahre 1644 in den Grafenstand erhoben. Von 1642 bis 1648 war er Vizestatthalter von Innerösterreich, von 1655 bis 1679 innerösterreichischer Regierungsrat und von 1648 bis 1660 Landeshauptmann der Steiermark.

JOHANN JOSEF VON HERBERSTEIN

1633 - 1689

Er begann seine militärisch-politische Laufbahn als Malteserritter in den Türkenkriegen unter Montecuccoli und kämpfte 1664 in der Schlacht bei Mogersdorf, worauf ihm 1665 die Leitung des Einzugs des türkischen Großbotschafters in Wien übertragen wurde. Im Jahr 1676 wurde er Großbailli des Malteserordens deutscher Zunge und 1682 Großprior im Königreich Ungarn.
Im Jahre 1686 wurde ihm das Oberkommando der gesamten Malteserflotte übertragen und er blieb mehrfach Sieger über die Geschwader der "Raubstaaten" Algier, Tunis und Tripolis.
Zuletzt Feldmarschalleutnant, seit 1682 innerösterreichischer Geheimrat, war er bis 1684 Vizepräsident des innerösterreichischen Hofkriegsrates. Er stiftete 1684 die Malteserkomende Karlstadt, wo sich auch sein Grab befindet.

SIEGMUND CHRISTOPH VON HERBERSTEIN

1644 - 1711

Er entstammt der Wildhauser Linie, wurde Domherr in Passau und Laibach, Propst von Rudolfswert und schließlich 1684 Fürstbischof in Laibach. In seine Zeit fällt der Neubau des Domes von Ljubljana, der nach Plänen des römischen Baumeisters Andrea Pozzo geschaffen wurde und wozu Siegmund Christoph 30.000 Gulden aus seinem Privatvermögen beitrug.

Als Förderer der Wissenschaften gründete er die bischöfliche Bibliothek von Ljubljana, wo bis heute eine Straße nach ihm benannt ist. Nach seiner Resignation zog er sich in das Oratorium des Hl. Philipp Neri zurück und verstarb 1711 in Perugia.