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Empfängnisverhütung bei Timberwölfen oder „Rudelplanung“

 

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Haustier-Tipp

„Tierwaisen“

Das Frühjahr ist jene Jahreszeit, in der viele unserer heimischen Wildtiere ihre Jungen gebären. Häufig werden Jungtiere aus falsch verstandener Tierliebe als scheinbare „Waisen“ der Natur entnommen und dann aus reiner Unkenntnis und falschem Mitleid zu Tode gepflegt. Aus diesem Grund möchte ich kurz auf dieses heikle Thema eingehen.

Folgende grundsätzliche Überlegungen sind anzustellen:

  • Da viele Jungtiere nur scheinbar alleingelassen bzw. hilflos sind, benötigt der überwiegende Teil der gefundenen Tiere keine menschliche Hilfe.
  • Die künstliche Aufzucht in Menschenhand ist niemals einer natürlichen gleichzusetzen. Spezielle Ansprüche an Ernährung und Unterbringung bzw. Fehlprägung hemmen die Entwicklung der Jungtiere und lassen eine spätere Freilassung häufig nicht mehr zu.
  • Da in der freien Natur die Jugendsterblichkeit bei allen Arten zwischen 50-70% liegt widerspricht die künstliche Aufzucht dem evolutionärer Gedanken, dass nur die stärksten und gesündesten Tiere überleben und so zum Fortbestand der Art beitragen.
  • Die Aufzucht von Wildtieren ist daher eher eine ethische Frage um das Individuum als eine Frage des Natur- und Artenschutzes. Der gezielte Schutz von Lebensräumen wäre wohl eine sinnvollere Investition in die Zukunft unserer Arten.
  • Die meisten heimischen Tierarten fallen heute unter Jagd- bzw. Naturschutzgesetze die auch auf allen Alters- bzw. Entwicklungsstufen Anwendung finden.

Wie auch immer, man übernimmt mit dem Fund und der Aufnahme eines jungen Wildtieres in seine Obhut große Verantwortung. Daher sollte man sich überlegen, ob eine Übergabe an Personen mit entsprechender Fachkenntnis nicht besser wäre. Tierärzte, Jägerschaft, Tier- und Naturschutzorganisationen könne Ihnen in einem solchen Fall sicher weiterhelfen.

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