zu Gironcoli, eine Hommage
mit Werken von Sabina Hörtner, Flora Neuwirth, Ugo Rondinone, Hans Schabus, Franz West, Markus Wilfling und Werner Würtinger06. Mai 2007 bis 30. September 2007, täglich von 10:00 – 17:00
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© Werner Würtinger
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© Sabina Hörtner |
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| © Markus Wilfling | © Flora Neuwirth |
Bruno Gironcoli nimmt als Bildhauer unbestritten eine der markantesten und bedeutendsten Positionen in der aktuellen österreichischen Kunst ein. Seine eigenständige und komplexe Ikonografie macht ihn zu einem Singulär in einer zunehmend homogenen Kunstlandschaft. Sein Menschenbild ist visionär und findet im wieder Entsprechungen in Werken jüngerer Künstler verschiedenen Orts. Wobei viele dieser ikonografischen und inhaltlichen Bezüge nicht unbedingt direkten Beeinflussungen geschuldet sind und damit auch einiges mehr zur Gültigkeit dieser eigenständigen und eigenwilligen Bildfindungen sagen.
Es gibt aber auch, wie in Österreich gut bekannt, das direkte Vorbild Gironcoli, einen Lehrer, der über Jahre hinaus größten Einfluss auf eine jüngere Generation hatte, einen Einfluss, der sich nicht unbedingt in ikonografischen Aspekten niederschlug, sondern vielmehr Haltungen weitergab. Gemeint ist damit eine Haltung der künstlerischen Praxis, die das individuelle mit dem gesellschaftlichen verknüpft und daraus einen sehr bestimmten und unverwechselbaren Humanismus entstehen lässt.
Die vorliegende Ausstellung mit Werken von Sabina Hörtner, Flora Neuwirth, Ugo Rondinone, Hans Schabus, Franz West, Markus Wilfing und Werner Würtinger versucht über die Auswahl repräsentativer Werke diese Bezüge zu thematisieren und damit eine wichtige Facette von Gironcolis Wirken einem größeren Publikum näher zu bringen.
Es werden Skulpturen und Installationen gezeigt, um das Wirken als Lehrer und Künstler noch vertiefend darzustellen.
Die Kunst des 20. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch Verwendung neuer Materialien, neuer Prozesse, Medien und inhaltlichen Anregungen. Die zunehmende Auflösung der Grenzen zwischen Malerei und Bildhauerkunst, Bildhauerkunst und Architektur führte zu einer Neuorientierung, welche außergewöhnliche Schöpfungen hervorbringen ließ und sich nicht mehr in die üblichen Kategorien einordnen lässt. Die daraus resultierende Verästelung führt zu sehr unterschiedlichen Ausprägungen.
In diesem Sinne zeigt die Ausstellung sieben unterschiedliche Auseinandersetzungen mit moderner Kunst, welche einen gemeinsamen Nenner haben: Bruno Gironcoli.
Kurator der Ausstellung ist Peter Pakesch, Intendant des Landesmuseum Joanneum.
Mit Dank an:



