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Maler – Leidenschaften

Werke von Rudi Molacek, Karel Appel und Chuck Connelly

10. Mai – 14. September 2008

Der Verein der Freunde des Gironcoli Museums gibt einen Einblick in eine Künstlerrunde, welche sich in den 80-er Jahren in New York etablierte und zeigt großformatige Werke von Rudi Molacek, Karel Appel und Chuck Connelly.

„Ich kannte die Arbeiten von Karel Appel von Freunden in Amsterdam, die fabelhafte COBRA-Bilder von ihm besaßen. Als ich ihn dann 1984 in New York persönlich kennen lernte, lud er mich in sein Atelier. Ich war hingerissen von seiner direkten Malweise und begann mit seiner Hilfe sofort selbst zu malen. Chuck Connelly traf ich 1987 durch Appel und fand bei ihm dieselbe Wahnsinnsleidenschaft. Da gab es keine Strategien, keinen Karrierequatsch, da ging’s nur um’s Malen. Fast täglich war ich bei ihm und hang in seinem Atelier ab, wir sprachen über Bilder und machten Musik.

Jetzt beide zusammen mit meinen Arbeiten zu sehen, finde ich seltsam berührend, sie waren meine Leitbilder. Es bringt mich zurück in die 80er-Jahre in New York und zu den Anfängen meiner Kunsteuphorie und meines eigenen Malens. Über Karel Appel ist viel bekannt, Chuck's Virtuosität kann man in dem Film "New York Stories" erleben, wo er seine Hand Nick Nolte leiht, der einen New Yorker Maler spielt. All die Bilder in dem Film stammen von Chuck. Dieser Film (1988) besteht aus drei Episoden von drei Regisseuren, eine von Woody Allen, eine von Martin Scorcese mit Chuck's Bildern und die dritte von Francis Ford Coppola,in dem einige meiner Portraitfotos von Gian Carlo Giannini und Talia Shire als Wohnungsdekor dienen. Und noch etwas lernte ich: ‚Painting comes from pain’.“ Rudi Molacek

Rudi MolacekRudi Molacek
Geboren 1948 in Kindberg, Steiermark
Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.
Studium der Wirtschaftswissenschaften, Wien. 1985 – 1991 Gastprofessor an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Zahlreiche Ausstellungen u. a. in N.Y., Salzburg, Wien, Moskau, Admont, Paris, Bergen, Graz, Mexiko City, Helsinki, Beijing, San Franzisko, Eisenstadt u. Kopenhagen.
Anfänglich tätig als Modefotograf. Später Beschäftigung mit Malerei. Eines seiner Hauptmotive, das ihn seit den 90er Jahren beschäftigt, ist das Blumensujet. Erst noch in großformatigen, extrem vergrößerten Ansichten, in Pop Art-grellen, bunten Farben, bildeten diese Fotografien den Ausgangspunkt für großformatige Abstraktionen - die "Licht-Bilder", die durch spontanes Fotografieren in Lichtquellen entstanden.

Karel AppelKarel Appel
1921 (Amsterdam) - 2006 (Zürich)
Maler, Grafiker, Bildhauer. Er war Mitbegründer und Hauptvertreter der aus dänischen, niederländischen und belgischen Künstlern bestehenden Gruppe COBRA (1949-1951), die für eine neue expressive Malerei mit Betonung auf die Emotionalität stand. Die Zeit der Cobra hat Appels Stil deutlich geprägt. Karel Appel versuchte daneben immer wieder, Malerei mit anderen Künsten zu verbinden: 1970 nahm er zusammen mit Merrill Sanders, Chet Baker u.a. verschiedene Musikstücke auf. 1991 entstanden die "Poetry-Painting-Series“, eine Verbindung von Poesie und Malerei. Ab 1994 beschäftigte er sich hauptsächlich als Bühnenbildner: 1994 Ausstattung für die Uraufführung der Oper „Noach“. 1995 Ausstattung von Mozarts „Zauberflöte“ an der Nederlandse Opera. 2006 entwirft er das Bühnenbild für Mozarts „Zauberflöte“ für die Salzburger Festspiele.

Chuck ConnellyChuck Connelly
Geboren in Pittsburgh, Pennsylvania, 1955
Er lebt und arbeitet in Philadelphia.
Im Herbst 1999 verlässt Chuck Connelly New York und zieht nach Philadelphia. Nachdem er sich über 20 Jahre mit der bildhaften Wiedergabe von Erzähltem befasst hatte – er orientierte sich dabei an Mythen, Geschichte, seiner Vergangenheit und Phantasie. – fing er nun an, Dinge des unmittelbaren Lebens darzustellen: überwucherte Gärten und weitläufige Häuser seiner neuen Umgebung, Bäume, Blumen, Vögel, Katzen.
Flugzeugabstürze, Zugwracks und andere Katastrophenbilder waren schon immer Teil von Connellys Repertoire gewesen, nicht zuletzt, da Feuersbrunsten, Fluten, Ungeheuer und Geister Teil des Vokabulars von Fabeln und Geschichtserzählungen sind. Und die haben in seinem Werk schließlich eine so bedeutende Rolle gespielt.
Der Film „New Yorker Geschichten“ zeigt drei nicht zusammenhängende Episoden der Großstadt.
Im ersten Teil Life Lessons spielt Nick Nolte einen exzentrischen Künstler der 80-er Jahre, der in einer Schaffenskrise steckt und sich Inspiration von seiner Muse, gespielt von Rosanna Arquette, holt. Beide verbindet die Leidenschaft zur Malerei, doch findet ihr junges Glück ein jähes Ende.
Die von Nick Nolte gefertigten Bilder sind von Chuck Connelly.
"New Yorker Geschichten" sind im Gironcoli Museum zu sehen.

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