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Richard Fleissner Markus Wilfling
Der Verein der Freunde des Gironcoli Museums präsentiert eine Retrospektive des Künstlers Richard Fleissner sowie Arbeiten von Markus Wilfling

 

Vernissage: 26. Juni 2010, 11.30 Uhr

Zur Ausstellung spricht: Mag. Günther Holler-Schuster, Neue Galerie Graz

„Aus Alt mach‘ Neu“
Richard Fleissner wurde 1960 in München geboren, studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst und anschließend an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Prof. Bruno Gironcoli. Er ist ehemaliger Punk-Musiker, Bildhauer, Maler, Zeichner und Poet. In seinen Arbeiten greift er auf überflüssig gewordenen Materialabfall der Umwelt zurück und verwandelt diesen in etwas Neues. „Aus Alt mach‘ Neu“. Konsumkultur und Restmaterialien erhalten durch ihn neue Perspektiven und Interpretationsspielraum. Fleissner bearbeitet die Materialien so, dass sie kaum mehr erkennbar sind. Er verdichtet sie, kehrt das „Innen“ nach „Außen“ und umgekehrt, verflicht sie, deformiert sie, verstrickt sie ineinander. Oft geht er mit seiner Kunst an die Grenze des Aushaltbaren, bleibt dabei sehr reduziert in der Form und weckt damit eine beunruhigende Illusion einer Daseinsform, die hermetisch abgeschlossen scheint. Im Gironcoli Museum zeigt Richard Fleissner eine Retrospektive seiner Arbeiten, unter anderem aus Leder, Spiegel und Aluminium.

Beteiligungen an Einzel- und Gruppenausstellungen, sowie Arbeiten im öffentlichen Raum (Auswahl): 2003 Meisterwerke der Steirischen Moderne, Burg Rabenstein | Spuren im Schnee. Siebdrucke, Galerie Wolfgang Exner, Wien | 2002 Die kleine Skulptur, Galerie 422, Gmunden | 2001 Einbildung, Neue Galerie Graz | 2000 z.B., Projektraum Viktor Bucher, Wien.

„Das zu Sehende für alle sichtbar machen“
1966 in Innsbruck geboren, studiert Markus Wilfling zur gleichen Zeit Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, ebenfalls unter Prof. Bruno Gironcoli. Bei Wilfling steht das Durchbrechen gewohnter Wahrnehmungsmuster im Vordergrund. Durch das Anfertigen von Schattenobjekten (wie der Verdopplung des Uhrturms in Graz im Jahr 2003), Spiegelungen oder durch andere optische Mechanismen enthebt er alltägliche Gegenstände ihrer Banalität und macht sie zu Kunstobjekten. Seine Installationen sind meist an bestimmte Orte gebunden und verlangsamen beim Betrachten den sonst so flüchtigen und automatisierten Blick. Sie zwingen den Betrachter, das Gesehene zu hinterfragen. Im Gironcoli Museum verhüllt Wilfling eigens eine Skulptur seines Lehrmeisters und lässt den Besucher mit einer Taschenlampe ausgerüstet das Objekt erkunden. In einer Videoarbeit, in der Wilfling als geschminktes Skelett auftritt, zieht der Künstler den Ausstellungsbesucher in einen imaginären dialogischen Raum, durchbricht die Barriere zwischen Künstler und Publikum, hinterfragt die Anwesenheit von beiden und erklärt damit den Betrachter zum Gegenstand der Ausstellung. „Das zu Sehende für alle sichtbar machen“ ist Markus Wilflings Absicht.

Beteiligungen an Einzel- und Gruppenausstellungen, sowie Arbeiten im öffentlichen Raum (Auswahl): 2010 Catch me! Geschwindigkeit fassen, Kunsthaus, Graz | 2009 Michael Kienzer vs Markus Wilfling, Projektraum Viktor Bucher, Wien | Zwischen Alpha X und Omega, artepari contemporary, Graz | Repertorium II, Galerie Eugen Lendl, Graz | 2008 Die einen und die anderen, Galerie Eugen Lendl, Graz | Spiegelkabinett, Kunsthalle Krems | Yahoos Garden, Wasser-Biennale, Fürstenfeld | 2007 Alice is where is Alice, Österreichisches Kulturinstitut London. Preise und Förderungen: 2007 Auslandsstipendium des Landes Steiermark in Mexiko | 2003 Kunstpreis der Diözese Graz-Seckau für Zeitgenössische Bildende Kunst | 2000 Förderungspreis der Stadt Graz für Bildende Kunst.

Markus Wilfling präsentiert im Rahmen der Ausstellung seinen neuen Katalog „zwischen dem Raum“, erschienen im Verlag Bibliothek der Provinz, Koch & Neff, Morawa.

Dauer der Ausstellung:
26. Juni bis 10. September 2010, täglich 10.00 bis 17.00 Uhr

Mit Dank an: Richard Fleissner, Markus Wilfling, Mag. Günther Holler-Schuster